Konfirmation 2020 – Wort des Gemeindepfarres Weiß an die KONFIS

Pfarrer Weiß schreibt folgenden Gruß, auch für den Ältestenkreis:

„Liebe Jugendliche!

Vor über einem Jahr seid Ihr mit Euren Eltern zum Elternabend eingeladen gewesen und dazu ins Gemeindezentrum gekommen. Ich habe Euch (und Ihnen) das geplante Programm und die Unterrichtseinheiten vorgestellt. Im Mai dieses Jahres sollte die Konfirmation sein.

Bis heute ist nun gut ein Drittel mehr an Zeit vergangen als geplant, und trotzdem konnte ein Drittel der vorgesehenen Termine und die Abschlussfreizeit nicht stattfinden. Manche von Euch haben trotzdem die gesamten Texte gelernt. Das finde ich klasse! Sie werden euch bestimmt im weiteren Leben hilfreich sein!

Nach einem überaus intensiven Wochenende zu Beginn habt Ihr Euch der Gemeinde in einem Gottesdienst sehr ausführlich vorgestellt. Im Mittelpunkt standen die Projekte des Konfirmandendankopfers, die Euch nun über ein halbes Jahr begleitet haben. Sie sollten ja nicht nur Anlass zum Geld sammeln sein, sondern euch auch ein Stück kirchlich- diakonischer Arbeit vermitteln.

Christsein im Alltag sozusagen – in Deutschland und anderswo.
Mit diesem Gottesdienst heute geht die Konfirmationszeit nun zu Ende. Ihr seid jetzt konfirmiert. Damit wird euch die Berechtigung zugesprochen, Patin bzw. Pate zu werden. Und Ihr dürft künftig in den Gemeindeversammlungen mit abstimmen.

Eine ganz außerwöhnliche Lebenserfahrung habt Ihr mit Corona gemacht. Es gab Einschränkungen, es gab Veränderungen in vielen Lebensbereichen. Vielleicht wurden verwandte Menschen oder solche im Bekanntenkreis infiziert, die üblichen Krankheiten und Gebrechen sind überdies nicht verschwunden. Und wir sehen gerade in dieser Woche: Es ist noch nicht vorbei.

Ich wünsche Euch die nachhaltige Erfahrung, dass die positiven Erkenntnisse aus den letzten Monaten ins praktische Leben umgesetzt werden können: Der Kontakt von Mensch zu Mensch hat einen ganz hohen Stellenwert, es gibt Menschen, auf die müssen wir gut aufpassen, unser eigenes Verhalten beinhaltet Verantwortung für andere, Fehler der Vergangenheit müssen korrigiert werden, wir brauchen Phantasie für gelingendes Leben in der Zukunft. Möglicherweise wird nichts mehr so, wie es einmal war. In manchen Bereichen kann das sogar gut sein.

Ein wenig sollte das übrigens auch mit dem Konfirmationsunterricht vermittelt werden. Die Bibel bietet uns anderes und meistens mehr an, als in der Gesellschaft normalerweise üblich ist.

Und so möchte ich als Euer Gemeindepfarrer und als Vorsitzender des Ältestenkreises – übrigens auch erstmals an dieser Stelle und in dieser Funktion – ein Wort aus dem 2. Timotheusbrief (Kapitel1,Vers 7) mit auf den weiteren Lebensweg geben, es ist einer meiner Lieblingsverse aus der Bibel:
„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

Das stärke und bewahre euch im weiteren Leben!
Euer Pfarrer Rolf Weiß“